Wechseljahre

Wechseljahre: Symptome, Hormone und Tipps ab 45

Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel basiert auf meinen persönlichen Erfahrungen und allgemeinen Informationen rund um die Wechseljahre. Er ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wendet Euch bitte an Eure Gynäkologin oder einen Arzt.

Wechseljahre Symptome können Jahre vor der letzten Periode beginnen. Viele Frauen denken zuerst an Stress, Überlastung oder das Älterwerden. Mir ging es genauso.

Hallo Ihr Lieben,

wenn mir jemand mit Anfang 40 gesagt hätte, dass die Wechseljahre schon viele Jahre vor der letzten Periode beginnen können, hätte ich vermutlich nur gelacht.

Für mich waren Wechseljahre damals etwas, das irgendwann später kommt. Zusammen mit Hitzewallungen, Lesebrille und grauen Haaren.

Rückblickend begann meine eigene Geschichte viel früher.

Ich war ständig müde. Ich schlief schlechter. Mein Herz raste manchmal ohne erkennbaren Grund. Meine Periode machte irgendwann, was sie wollte.

Damals dachte ich: Stress.

Heute weiß ich, dass ich wahrscheinlich schon mitten in der Perimenopause steckte.

Meine persönlichen Ratgeber zu Beginn

Als die ersten Symptome bei mir auftauchten, wollte ich vor allem eines: verstehen, was mit meinem Körper passiert.

Während ich diesen Artikel schreibe, bin ich gerade bei meiner Tochter in Spanien. Sie lebt seit 5  Jahren mit ihrer Familie hier und empfindet die aktuellen 29 Grad als ziemlich heiß. Ich sitze daneben mit meinem Kaffee auf der Terrasse und finde es angenehm warm.

Genau diese Situation zeigt, wie unterschiedlich Frauen Wärme und Körpersignale wahrnehmen.

Nicht jedes Schwitzen ist automatisch eine Hitzewallung.

Nicht jede Müdigkeit ist hormonbedingt.

Aber viele Beschwerden, die wir auf Stress, Alter oder Wetter schieben, können tatsächlich mit den Wechseljahren zusammenhängen.

Typische erste Wechseljahre Symptome:

  • Schlafstörungen
  • Erschöpfung
  • Herzrasen
  • Brain Fog
  • Stimmungsschwankungen
  • Zyklusveränderungen
  • Gewichtszunahme
  • Hitzewallungen

Was sind die Wechseljahre eigentlich?

Die Wechseljahre sind keine Krankheit. Trotzdem können sie sich manchmal genau so anfühlen.

Der Grund liegt in den weiblichen Hormonen. Östrogen und Progesteron verändern sich über viele Jahre. Dadurch verändern sich oft Schlaf, Energie, Gewicht, Haut, Schleimhäute und die Temperaturregulation.

Manche Frauen bemerken kaum etwas. Andere kämpfen mit Beschwerden, die ihren Alltag deutlich beeinflussen.

Perimenopause, Menopause und Postmenopause kurz erklärt

Perimenopause

Die Perimenopause beginnt häufig bereits Anfang oder Mitte 40. In dieser Phase schwanken die Hormone besonders stark. Viele Frauen haben noch ihre Periode und denken deshalb gar nicht an Wechseljahre.

Menopause

Die Menopause bezeichnet die letzte natürliche Regelblutung. Man weiß das allerdings erst rückwirkend, wenn zwölf Monate lang keine weitere Blutung mehr auftritt.

Postmenopause

Alles danach gehört zur Postmenopause. Die Hormonschwankungen werden meist ruhiger, die Hormonspiegel bleiben jedoch dauerhaft niedriger.

Die häufigsten Beschwerden in den Wechseljahren

Schlafstörungen

Bei mir waren Schlafprobleme eines der ersten Warnsignale. Schlechter Schlaf wirkt sich auf Energie, Stimmung, Konzentration und Gewicht aus.

Hitzewallungen

Hitzewallungen gehören zu den bekanntesten Symptomen. Sie fühlen sich oft wie eine plötzliche innere Hitzewelle an und können tagsüber oder nachts auftreten. Mehr darüber findest du in diesem Beitrag: 

➜ Hitzewallungen lindern

Bauchfett und Gewichtszunahme

Viele Frauen essen nicht mehr als früher und nehmen trotzdem zu. Besonders der Bauch verändert sich häufig. Mehr darüber findest du in diesem Beitrag: 

➜ Bauchfett loswerden Frauen ab 50

Stimmungsschwankungen

Viele Frauen berichten über Reizbarkeit, innere Unruhe oder stärkere emotionale Schwankungen als früher.

Brain Fog

Brain Fog beschreibt Konzentrationsprobleme, Wortfindungsstörungen und das Gefühl von „Watte im Kopf“.

Was mir persönlich geholfen hat

Ich sage es direkt: Es gibt keine Wunderlösung.

Kein Tee, kein Pulver und kein Superfood lässt alle Wechseljahre-Beschwerden verschwinden.

Was mir geholfen hat, war die Kombination aus Wissen, Bewegung, Ernährung, ärztlicher Begleitung und mehr Geduld mit mir selbst.

1. Gute Informationen statt Internet-Panik

Der größte Wendepunkt war für mich Wissen.

Erst als ich verstand, was in meinem Körper passiert, wurde ich deutlich ruhiger.

Besonders geholfen haben mir diese beiden Bücher:

* Woman on Fire – Alles über die Wechseljahre

* Hot Stuff – Wechseljahre-Wissen to go

Beide erklären die hormonellen Veränderungen verständlich und ohne Panikmache.

Wenn Ihr Euch fragt, welche Beschwerden besonders typisch sind, findet Ihr hier meinen ausführlichen Überblick:

➜ Erste Anzeichen der Wechseljahre erkennen

2. Krafttraining und Bewegung

Ich hätte früher nie gedacht, dass ich freiwillig Krafttraining machen würde.Aber: Krafttraining erzeugt Testosteron. Dieses Hormon fehlt dir in den Wechseljahren. Krafttraining kann dir also gegen diesen Hormonmangel helfen.

Heute weiß ich: Es gehört zu den besten Entscheidungen, die ich für meine Gesundheit getroffen habe.

Muskelmasse unterstützt den Stoffwechsel, die Knochengesundheit und hilft dabei, im Alter beweglich und selbstständig zu bleiben.

Es muss kein tägliches Krafttraining sein.

Zwei Einheiten pro Woche sind deutlich besser als gar nichts.

3. Ernährung, Eiweiß und Leinsamen

Als Foodbloggerin dachte ich lange, ich hätte Ernährung verstanden.

Die Wechseljahre haben mich eines Besseren belehrt.

Mein Körper braucht heute mehr Eiweiß, mehr Ballaststoffe und deutlich weniger Blutzucker-Achterbahn als früher.

Ein kleines Ritual begleitet mich bis heute:

Frisch geschrotete Leinsamen auf Joghurt oder Quark.

Keine Wunderwaffe, aber eine einfache Gewohnheit, die ich dauerhaft beibehalten habe.

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4. Magnesium am Abend

Viele Frauen beschäftigen sich in den Wechseljahren intensiver mit ihrer Versorgung mit Magnesium.

Ich selbst nehme Magnesium häufig am Abend in meine Routine auf.

Wichtig ist dabei: Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine ausgewogene Ernährung und sollten bei Unsicherheiten immer mit dem Arzt besprochen werden.

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5. Eine gute Ärztin und ein Symptom-Tagebuch

Nicht jede Ärztin beschäftigt sich intensiv mit den Wechseljahren.

Wenn Ihr Euch nicht ernst genommen fühlt, holt Euch eine zweite Meinung.

Das ist kein Drama, sondern Selbstfürsorge.

Hilfreich war für mich außerdem, Beschwerden aufzuschreiben.

Dadurch lassen sich Muster oft deutlich besser erkennen.

* Wechseljahre Symptom-Tagebuch ansehen

Meine wichtigste Erkenntnis:

Die Wechseljahre sind nicht das Ende von etwas.

Sie sind eine Veränderung.

Je besser ich verstanden habe, was in meinem Körper passiert, desto leichter wurde es, mit dieser Veränderung umzugehen.

Häufige Fragen zu den Wechseljahren

Ab wann beginnen die Wechseljahre?

Die Perimenopause kann bereits Anfang oder Mitte 40 beginnen. Die Menopause selbst liegt häufig um das 51. Lebensjahr.

Wie erkenne ich die Perimenopause?

Typisch sind Zyklusveränderungen, Schlafstörungen, Erschöpfung, Stimmungsschwankungen, Herzrasen oder Brain Fog.

Sind Hitzewallungen immer Wechseljahre?

Nein. Auch Schilddrüse, Medikamente, Infekte oder Stress können ähnliche Beschwerden verursachen. Deshalb sollten neue Beschwerden immer ärztlich abgeklärt werden.

Warum nehme ich plötzlich am Bauch zu?

Hormonelle Veränderungen, Muskelabbau und ein veränderter Stoffwechsel können dazu beitragen, dass Fett häufiger im Bauchbereich gespeichert wird.

Muss jede Frau Hormone nehmen?

Nein. Manche Frauen kommen gut ohne Hormontherapie durch die Wechseljahre, andere profitieren davon. Diese Entscheidung sollte immer individuell getroffen werden. Hier findest du meinen Beitrag dazu: 

➜ Hormontherapie Wechseljahre

Meine Helfer durch die Wechseljahre

Natürlich gibt es keine Wunderlösung. Diese Bücher und Produkte haben mir jedoch geholfen, die Wechseljahre besser zu verstehen und meinen Alltag angenehmer zu gestalten.

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Mein Fazit nach über zehn Jahren Wechseljahre

Wenn ich heute auf diese Zeit zurückblicke, würde ich vieles anders machen.

Vor allem würde ich früher anfangen, mich zu informieren.

Ich würde meinen Körper ernster nehmen und nicht jahrelang glauben, dass alles nur Stress ist.

Die Wechseljahre können anstrengend sein.

Aber sie bedeuten nicht, dass etwas mit Euch nicht stimmt.

Und sie bedeuten auch nicht, dass die besten Jahre vorbei sind.

Für mich waren die Wechseljahre am Ende nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Einladung, besser auf mich selbst zu achten.

Ihr seid nicht allein.

Je besser Ihr versteht, was in Eurem Körper passiert, desto leichter wird es, die richtigen Entscheidungen für Euch selbst zu treffen.

Mein Wunsch für Euch:

Geht freundlich mit Euch selbst um.

Gebt Eurem Körper Zeit.

Holt Euch Hilfe, wenn Ihr sie braucht.

Und lasst Euch von niemandem einreden, dass Ihr Beschwerden einfach aushalten müsst.

Bis dann, Eure Franzi

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